5. Österreichische Meisterschaft Dreiband der Damen von 8. bis 10. Dezember 2000 im BC Arena /Aichdorf

Die Fachzeitschrift "billard" berichtete (Nr. 131, Originaltext):

Helga Mitterböck war in den beiden letzten Meisterschaften zum Teil an wechselhaften Leistungen gescheitert, zum Teil aber hatte es auch ein wenig am Turnierglück gemangelt. Diesmal benötigte sie keine Schützenhilfe anderer Spielerinnen oder von höheren Mächten, sie wirkte in Aichdorf von der ersten bis zur letzten Partie stabil; es gab von ihr keine herausragenden Leistungen wie etwa 25 Points in 22 Aufnahmen im letzten Jahr zu bewundern, es gab aber auch keinen einzigen Durchhänger, sie konnte sich ihre Gegnerinnen stets vom Hals halten und landete letztlich einen verdienten Turniersieg vor ihrer großen Rivalin Ingrid Englbrecht.
Die wiederum spielte ausgerechnet im Finale ihre schwächste Partie, nachdem sie zuvor sehr gut unterwegs gewesen war, ihr hätte bereits ein Unentschieden zur erfolgreichen Titelverteidigung gereicht. Mit weniger als Silber gibt sie sich natürlich nicht zufrieden, der 2. Platz wird noch veredelt durch einen neuen Rekord im Generaldurchschnitt.
Platz 3 geht an Frau Dr. Kaiser, die nach 1998 damit ihre zweite Bronzemedaille holt; auch eine Niederlage im letzten Spiel gegen Grabner konnte daran nichts mehr ändern. Monika Steinberger schaffte nicht nur einen sehr guten 4. Platz, vor allem sicherte sie sich mit 0.310 Generaldurchschnitt die direkte Qualifikation für die nächstjährige Meisterschaft - es ist dieser sympathischen Spielerin von Herzen zu gönnen! Nicht ganz nach Wunsch verlief das Turnier für Liesl Grabner, die trotz einer guten Schlusspartie die Klassengrenze knapp verfehlte; das ist kein Malheur, sie hat die Quali für die nächste Meisterschaft durch ihre gute Vorstellung in der 2. Klasse ebenfalls bereits in der Tasche.
Was sich bei Heike Hingerl in der 2. Klasse andeutete, bestätigte sich in der Meisterschaft nachhaltig: im Gegensatz zur Freien Partie, hier gehört sie zu den seriösen Medaillenanwärterinnen, zählt sie im Dreiband (noch) nicht zu den stärkeren Spielerinnen.
Das Turnier war in Aichdorf bestens aufgehoben, Englbrecht spielte mit 0.419 wie bereits erwähnt neuen Rekord, Mitterböck blieb mit 0.418 um ein lächerliches 1/1000 zurück, womit erstmals zwei Spielerinnen in einem Turnier über 0.400 blieben, und auch der Turnierdurchschnitt von 0.322 bedeutet neuen Rekord. Peter Stöger. Bild: v.l.n.r. Heike Hingerl, Elisabeth Grabner, Monika Steinberger, Alexandra Kaiser, Ingrid Englbrecht und Helga Mitterböck
 
1. Helga Mitterböck 10  –  00 125 299 0,418 0,480 5
2. Ingrid Englbrecht 08  –  02 120 286 0,419 0,595 4
3. Alexandra Kaiser 04  –  06 99 310 0,319 0,396 4
4. Monika Steinberger 04  –  06 101 325 0,310 0,409 4
5. Elisabeth Grabner 04  –  06 96 322 0,298 0,384 4
6. Heike Hingerl 00  –  10 55 306 0,179 --- 3
     

 

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